Blende Schärfe

Schärfe der Blende

Der Blendenwert beeinflusst die Schärfe von Digitalkamerabildern, da die Beugung des Lichts bei jeder Blende auftritt und zu Unschärfen führt. Größe, Blende, Brennweite und Entfernung des Sensors. Der Schärfebereich ist abhängig von der Blende und der Brennweite. Bei der automatischen Blendensteuerung hat der Fotograf leider keine Kontrolle über die Tiefenschärfe, da sich die Kamera um die Blende kümmert. Die Schärfentiefe ist umso größer, je weiter Sie die Blende schließen.

Einfluß der Blende auf die Schärfe

Durch die Blende (= Grösse der Blende im Glas, durch die das Sonnenlicht auf den Lichtsensor trifft) kann ein sichtbarer Effekt auf die erzielbare maximale Bildschärfe haben. Bei einer kleineren Blende (= zunehmende Blendenzahl) sinkt die erzielbare Bilschärfe. Exemplarisch wird dieses - zugegebenermassen nicht sehr eindrucksvolle - Mustermotiv verwendet, aber mit kleinen Bildausschnitten, weichen Rändern und der fein strukturierten Mauer eignet es sich gut für Schärfevergleiche: Die nachfolgenden Abschnitte sind 100%ige Vergrößerungen - ein Bildpunkt = 1 Rasterpunkt.

Die unterschiedliche Schärfe der Bilder ist nur auf die Blende zurückzuführen, alle anderen Aufnahmeverhältnisse waren die gleichen. Der vorliegende Beitrag erläutert den Hintergrund dieser Form der Weichzeichnung und gibt weitere Anwendungsbeispiele sowie eine praktische Handlungsempfehlung für die Blendenauswahl. Das einzige Problem ist hier die Schärfe - die Tatsache, dass sich andere Darstellungsfehler eines Objektives anders verhält und sich mit einer kleineren Blende bessern können, ist ein weiteres Problem.

Die Funktionsweise wird im nachfolgenden Beispiel veranschaulicht: Ein einziger, klar definierter Bildpunkt des Fotomotives wird als verschwommener, etwas größerer Bildpunkt wiedergegeben. Dabei ist von den rechnerischen Einzelheiten nur eine Schlussfolgerung wichtig: Der Querschnitt des Beugungsbildes und damit die Verwischung steigt, wenn die Blende kleiner wird - d.h. der im Kamerasucher dargestellte f-Wert wird vergrößert.

Angewandt auf digitale Kameras ist die Diffraktion ein sichtbarer Mangel, wenn die resultierende Weichzeichnung in der Größenordnung rd. der Einzelpixel des Bildsensors liegt und größer wird als andere Weichzeichnungen, z.B. durch Darstellungsfehler des Objektives und Kameraverwacklungen. Auf der linken Seite befinden sich mehrere Vergrösserungen des gleichen Ausschnitts verschiedener Bilder, die sich nur in der ausgewählten Blende voneinander abweichen; ein Klick eröffnet eine grössere Ansicht mit 100%iger Ausschnitt.

Bei den grösseren Blendenstufen 4.5 und 5.6 scheint eine noch grössere Bedeutung zu haben (insbesondere die gut sichtbaren chromatischen Aberrationen in Gestalt von blauen Farbsäumen an den Radspeichen). Andererseits steigt bei kleinen Öffnungen ab 16 die Weichzeichnung durch Diffraktion sichtlich an.

Die letzten Aufnahmen mit Blende 32 wirken sehr stumpf. Bei Bildern mit der bestmöglichen Schärfe sind neben der Blende natürlich noch weitere Aspekte zu beachten. Die Schärfe des Endbildes wird natürlich durch das schwerste Glieds der Verkettung - also die Ursache der stärksten Verwischung - bestimmt: Diese ist von der nachfolgenden Schärfung in der Bildverarbeitung zu differenzieren - bereits in der Bildverarbeitung - bereits in der Kamera, wenn sie eine JPG-Datei oder später auf dem Rechner erzeugt.

Die Schärfung kann die Schärfe eines Bilds steigern, indem sie fortlaufende Farbverläufe auf abrupte Verläufe bei weniger Pixel verringert. Dies kann den Gesamteindruck von einem Bild deutlich verbessert, aber keine Details von Bildern darstellen, die aufgrund mangelnder Schärfe während der Aufnahmen verloren gegangen sind. Um die Schärfe eines Bilds zu beurteilen, sollten Sie es immer mit einer Bildschirmauflösung von 100% auf dem Bildschirm ansehen.

Erstens: Vergessen Sie nicht den Unterscheid zwischen Schärfe im Sinn einer höheren Detailauflösung und anschließender Schärfung eines Images. Letzteres kann durch Kameraeinstellungen oder in der nachfolgenden Bildverarbeitung angepasst werden und ist für den objektiven Eindruck der Schärfe beim Zuschauer von größerer Bedeutung. Für die Wahl der Blende im Hinblick auf die größtmögliche Schärfe gilt: Bei nahezu allen SLR-Kameras (mit handelsüblichen Kameras im Größenbereich von ca. 16×24 mm) ergibt die Blende 8 oder 11 die optimale Schärfe, weitestgehend unabhängig von der Objektivbrennweite.

Vorteilhaft sind die preiswerteren SLR-Kameras mit einem größeren Aufnehmer von 24 x 36 Millimetern (d.h. die mehreren tausend EUR teueren Fotokameras wie Nikon D3/D700 und Canon EOS-1Ds Mark III/EOS5D): Hier kann man ohne Einbußen bei der Schärfe weiter dimmen. Nachteilig sind die kompakten Fotoapparate, bei denen die Schärfe auch bei Öffnungen kleiner als 8 deutlich nachlassen kann.

Auf die Blendenauswahl haben Sie jedoch ohnehin keinen Einfluß; es ist zu wünschen, daß die automatische Steuerung dort kleine Öffnungen ausblendet. Bei den Blendenwerten handelt es sich hier nicht um exakte Angaben - Sie können auch eine exakte Blende für jede einzelne Farbkamera unter Einbeziehung der Sensorgröße zuweisen.

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