Damaskus Stahl

Stahldamast Stahl

" Warum ist der Damast so schön? Schwer sichtbar ist das feine hell-dunkel-Crimpmuster auf der Klinge, das wir mit dem Begriff Damaststahl verbinden. Um die Ebenen oder Muster des Damaszenerstahls zu enthüllen. Mit diesem Karambit aus echtem Büffelhorn und Damaststahl bringt Timber Wolf seine Qualität und seinen Stil zurück auf den Markt. Stiehl ihm den Damaszenerstahl weg.

Damaststahl - eine Einleitung

Vielen Menschen ist der Ausdruck Damaszenerstahl bekannt. Die Bezeichnung geht auf die im Mittelalter ansässige abendländische Tradition zurück und verweist auf eine frühere Form der handwerklichen Verarbeitung, die erstmals 300 v. Chr. erschien. Damaszenerstahl ist heute in erster Linie der Verbundstahl, der seit mehr als 2000 Jahren in Europa produziert wird.

Die Bezeichnung "Damaststahl" stammt vom lateinischen Damas ", was soviel wie fliessend oder wasserhaltig ist. Aber nicht, wie oft angenommen, aus der syrischen Metropole Damaskus. In Europa gibt es seit der prärömischen Eiszeit Schaufeln aus Damaszenerstahl, aber erst ab dem XVII. Jh. war der orientalische Tiegelguss bekannt.

Nur der Ausdruck wird aus dem Namen des asiatischen Stahles abgeleitet. Damaststahl ist ein modernes Konzept, das sich in den vergangenen 150 Jahren als Terminus für einen geschweißten Verbundstahl etabliert hat. Doch es gibt eine Beziehung zu Damaskus. Vermutlich war es um 1400 eine Festung der Damastschmiedekunst oder wenigstens ein bedeutender Umschlagplatz für Damaszenerstahlklingen.

Mit extrem aufwendigen Damaststahlwerken, die unterschiedlich verhärtet waren ("wormbunte"-Klingen), erschufen die Germanenstämme ausgezeichnete Gewehre. Obgleich die verschiedenen Arten von modernem Stahl die Damastklingen übertroffen haben, waren die Klingen dieser Zeit die härtesten und leistungsstärksten zu dieser Zeit. Der über Damaskus nach Europa eingeführte und in der Tiegelverhüttung (bis zum Beginn des achtzehnten Jahrhundert im indisch-persischen Gebiet und in Indonesien) produzierte Roheisen (Wootz) wurde zunächst als Damaskusstahl bezeichnet. In der Folgezeit wurde er als Damaststahl verwendet.

Allerdings können wir hier nicht von der damaszenischen Schmiedetechnologie sprechen. Damals brachten die Araber Wootzstahl in die syrische Damaskusstadt. Die modernen metallurgischen Prozesse zeichnen ein schlichtes Abbild von Schaufeln aus Wootz-Damaststahl aus dem Hochmittelalter ohne nennenswerte Verbesserung der Eigenschaften. Orientalischer Damaszenerstahl wird oft als sagenumwoben beschrieben und ist dem mittelalterlichen europäischem Schwertkampfstahl weit voraus.

Allerdings ist die alte Überlieferung und Wichtigkeit des Damaszenerstahls nie in Vergessenheit geraten, und heute gibt es eine boomende Industrie. Damaststahlmesser sind für das Zelten, Überleben, Holzfällen und für die Jagd erhältlich. Das Schweißen von Damaststahl hat exakt die für Schaufeln erforderlichen Eigenschaften: Er ist biegsam, widerstandsfähig und stark. Der moderne Damaszenerstahl verwendet verschiedene Stahlsorten wie hochwertigen Qualitätskohlenstoffstahl, einsatzgehärteten Stahl und Wekzeugstahl.

Zur Erzielung von Mustern auf der Fläche werden die einzelnen Stahlbänder in einer gewissen Weise gedreht (Torsionsdamaszenz) oder "asymmetrisch" verarbeitet (wilder Damaszenerstahl). Zur Sichtbarmachung des Musters wird der damaszenische Stahl nach dem Verfestigen und Feinschleifen/Polieren durch eine Säureschutzbehandlung beigefügt. Die Problematik bei billigen Damaszenerstählen (z.B. Stahl und Eisen) ist, dass die Schneidkante "sägeartig" abgenutzt werden kann.

Aus diesen Prozessen resultiert die Einmaligkeit des Damaszenerstahls. Der Damaszenerstahl wird nicht am Montageband hergestellt, sondern ist ein Einzelstück. Die Damaszenermesser gibt es nicht, jedes einzelne Exemplar ist ein Unikat und wertvolles und ein Meisterwerk. Auch nach 2000 Jahren sind Damaszenerstil und Damastradition noch immer präsent und werden angesichts ihrer geheimnisvollen und besonderen Eigenschaften zweifellos lange Zeit Bestand haben.

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