Die Gleißende Welt

Der Gleißende Welt

Die Witwe Harriet Burden ist die Witwe eines einflussreichen New Yorker Galeristen. Als Frau eines einflussreichen New Yorker Galeristen war Harriett Burden immer nur die Frau an der Seite eines berühmten Mannes. Siri Hustvedt erfindet in ihrer neuen Arbeit "Die gleißende Welt" das Porträt der Künstlerin Harriet Burden. Der Künstler Harriet Burden, Witwe eines New Yorker Galeristen, spielt ein Spiel der Verwirrung. In diesem Roman kehrt Siri Hustvedt aus ihrem berühmtesten Buch "What I Loved" in die New Yorker Kunstwelt zurück.

Die glitzernde Welt: Siri Hustvedt. neuartig

"The glistening world" ist der Name eines uralten Romanes von Margaret Cavendish, die im XVII. Jh. eine der ersten Autorinnen war, die unter ihrem eigenen Vornamen veröffentlichte. Sie ist als frühes Universalgelehrtes Modell und Götzenbild von Harriett Bürden, der Verwitweten eines bedeutenden New Yorker Galerienbesitzers. Katharina Granzin sieht den besonderen Charme von Siri Hustvedts Künstlerinnenroman darin, wie die Schriftstellerin den Verdacht einer einfachen Bauchnabelschau der New Yorker Künstlerinnenszene und einer wohlüberlegten geschlechterpolitischen Ausrichtung vermeidet.

Durch die Schaffung einer widersprüchlichen Protagonistin, die spielerische Auseinandersetzung mit dem Motiv eines von Männern beherrschten Kunstinstituts mit einer Vielzahl von Literaturformen (wissenschaftliche Stoffsammlung, Tagebuch), Stimmungen und Blickwinkeln und die geschickte Platzierung von Leerzeichen, sagt Granzin, gewinnt der Buchroman an Ausstrahlung. Mit einer sehr gut ausgebildeten Heldenin hat Judith von Sternburg in diesem scheinbar klug aufgebauten Buch von Siri Hustvedt kein Hindernis.

Genauso seriös scheint die Einstellung ihres Hustvedts zu einem Kunstunternehmen, die sie im Rahmen des Buches durch Nachahmung offenbart, aber nicht vorgibt. Virtuos empfindet es der Rezensent, wie es ihm gelingt, die Erzählung eines Künstlers zwischen frauenfeindlichen Standpunkten und sozialwissenschaftlichen Einsichten stimmgewaltig und facettenreich zu vermitteln, ohne den Schriftzug platzen zu lassen.

Die Kritikerin wird von Hustvedt nicht verschont. Bielefeld hat jedoch keinen Zweifel daran, dass Hustvedt ein brillantes Wissen über die New Yorker Künstlerszene hat, und wenn das an Fußnoten reiche Werk über Rezeptionsästhetik und Geschlechterdifferenzen vorgestellt wird, sieht sich der Kritiker schließlich angezogen und herausgefordert, sich den Lesebemühungen zu stellen.

Die etwas monströse, aber auch brillante und letztlich erfolgreiche Kritikerin Meike Fessmann hält Siri Hustvedts Bestreben, einen Aufsatz über die Existenz des Künstlers unter den Menschen in neuer Form zu verfassen. Der Autor fragt nach Berühmtheit und Wiedererkennung mit einer erfundenen Künstlerfigur in der New-York-Szene gegen 11. September, erklärt Feßmann.

Die Vorstellung von Hustvedt, das Künstlerleben und die Arbeit durch die Fiktion als Verleger zu zeigen, erscheint dem Kritiker ebenso glaubwürdig wie die mit diskursivem Einsatz freigelegten Fakten, auch wenn der im vorliegenden Band vorgestellte Markt mehr ein Museum ist, wie Feßmann es vorfindet. Die Hauptdarstellerin von Julia Voss ist sehr enthusiastisch über den Buchtitel "The Glistening World" von Siri Hustvedt, dessen Hauptdarstellerin sie als eine der Charaktere ansieht, die für lange Zeit in Ihrem Andenken begraben bleiben werden.

Es ist zum einen ein Novelle, die die Lebensgeschichte einer misslungenen New Yorkerin erzählen soll, die sich mit einem Trick an der Szene revanchieren will, indem sie ihre Werke unter die Kontrolle von drei kleinen Jungs stellt, die natürlich beglückwünscht werden, während Loadden auf den rechten Moment auf ihre "bartlose Überraschung" wartet, resümiert die Kritikerin.

Es ist kein Zufall, dass Hustvedt diesen Buch nicht mit nur einer einzigen Sprache verfassen wollte, sagt der Kritiker. Mit Blick auf die diskursliebenden Fussnoten in Siri Hustvedts Buch, die Dichte der Anspielungen im Buch und die experimentelle Struktur von narrativen Fragmenten, imaginären Presseartikeln und Augenzeugenberichten ist Susanne Mayer von "The Glistening World" nicht hinreichend fasziniert.

Auch wenn die Erzählung von der begabten und erfolglosen Künsterin mit dem klangvollen Titel Harriet Burden, die ein Männer-Alterego für die von Männern dominierte Kunstszene schafft, in psychologischer und philosophischer Hinsicht vielschichtig ist, mag die Entflohung in die "Erlösung des Fiktivstiftes " noch einen nötigen Kritikimpuls auslösen, aber unglücklicherweise fungiert das Gesetzbuch nicht als Belletristik, bereuen die Prüferin, die es vorzieht, die Aufsätze von Hustvedt nur zu lesen.

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