Ganggenauigkeit Uhren

Präzisionsuhren

Es sind nicht alle Uhren gleich. Zeiterfassungsgerät für Armbanduhren von Incutex, Messgerät zur Überprüfung der Genauigkeit von Uhren. Bei einer Uhr wird die Ganggenauigkeit auch als "Rate" oder einfach als "Rate" bezeichnet und gibt die Abweichung der Zeit an, die einen Tag durchläuft. Werke verschiedener Uhrenmarken auf ihre Genauigkeit. Weniger streng in der Genauigkeit als bei größeren Werken.

Ganggenauigkeit einer Mechanikuhr

Dabei wird die Ganggenauigkeit einer Uhr in sekundenschnellen Schritten pro Tag ausgerechnet. Im Falle mechanischer Uhren sind Schwankungen von bis zu +30 Sek. pro Tag ein Selbstzweck. Qualitativ hochstehende Bewegungen sollten eine kleinere Differenz aufweisen. Das Trageverhalten hat einen Einfluß auf die Ganggenauigkeit. Insbesondere besonders genaue Werke, so genannte Zeitmesser, müssen ihre Ganggenauigkeit in komplexen Testverfahren unter Beweis gestellt werden.

Dabei sollte die Genauigkeit zwischen -4 und + 6 s pro Tag sein. Abhängig vom Uhrenmodell wird der Prüfkörper auf einer Zeitanzeige in unterschiedlichen Positionen (Zifferblatt oben, unten, rechts, links) geregelt.

"Was bedeutet das für den Uhrenliebhaber? »

Aber was sind die tatsächlichen Voraussetzungen für die Genauigkeit in der Anwendung und welche Unterschiede sind noch inakzeptabel? Mit der Ratengenauigkeit kann ein Hinweis auf den entsprechenden Taktfehler definiert werden. Diese korrespondiert mit der Ratenabweichung zwischen der von einer Uhr dargestellten Zeit und einem so genannten Zeitstandard, der als Maßstab diente. Im praktischen Einsatz sind Uhren, die äußerst präzise sind und daher für die Justierung genutzt werden können, als Zeitstandard geeignet.

Dies ist eine technische Zeitangabe, die nach dem derzeitigen Kenntnisstand den niedrigsten Gangwechselfehler hat. Für jedes Jahr gibt es in jedem Jahr eine eigene Einrichtung, die für den Zeitstandard verantwortlich ist. Für den Zeitstandard ist in der Schweiz das BMS verantwortlich. Die Abweichung der angezeigten Zeit vom Zeitstandard ist umso höher, je höher der Taktfehler ist.

Die Taktabweichung kann zwar gleichbleibend sein, aber das ist bei weitem nicht immer derselbe. Stattdessen können ständig ansteigende oder abfallende oder sich ändernde Schwankungen der Anzeigezeit gegenüber dem Zeitstandard vorkommen. Wenn es sich um eine über einen längeren Zeitraum konstante Regelabweichung handhabt, wird dies in der Fachterminologie als Uhrständer oder Standungsfehler verstanden.

Die Zeitanzeige selbst funktioniert in diesem Falle ohne Fehler, es wird nur eine Zeit gesetzt, die eine gewisse Abweichung zur Soll-Zeit hat. Eine Uhr, die 15 Sek. zurückliegt, hat beispielsweise eine Zeit von +15 Sek. Denn um die richtige Zeit zu ermitteln, müssen 15 Sek. zu der Anzeigezeit hinzugefügt werden.

Es handelt sich um die Genauigkeit im tatsächlichen Sinn und zeigt die abnehmende oder zunehmende Differenz der dargestellten Zeit vom Zeitstandard im Verlauf eines Arbeitstages an. Betrachtet man diese Regelabweichung über einen längeren Zeitraum, kann der durchschnittliche Tagesgang bestimmt werden. Die Bemühungen, die Zahnradabweichungen so niedrig wie möglich zu halten, haben über die Jahre zu einer Vielzahl von technologischen Neuerungen und einer Vielzahl von Massnahmen zum Schutz der Bewegungen vor äußeren Einflüssen beigetragen.

Im Falle hochwertiger mechanischer Modelle mit Getriebezügen wird der Versuch unternommen, unvermeidbare äußere Beeinflussungen und die daraus entstehenden Verzahnungsfehler durch so genannte Ausgleiche zu kompensieren. Der Wert der Energiereserve oder -dauer ist die Zeit zwischen dem kompletten Aufzug einer mechanischen Uhr und dem Zeitpunkt, zu dem sie entweder zurückgespult werden muss oder stoppt, wenn sie nicht rechtzeitig aufgespult wird.

Zur Sicherstellung einer hohen Genauigkeit der Uhrzeitanzeige ist es daher empfehlenswert, die restliche Reserven nicht zu erschöpfen, sondern so oft wie möglich aufzuwickeln, damit die Federn nie ganz be- oder entlastet werden. Hierfür ist ein Werk mit Automatikaufzug besonders sinnvoll, das diesem Wunsch verhältnismäßig nahe kommt, wenn die Uhr regelmässig abgenommen und bei Nichtbenutzung auf einem Uhrenaufzieher gelagert wird.

In der Mechanik ist eine Gangreserve-Anzeige auf dem Ziffernblatt eine gängige Problematik bei Uhren, die vor diesem Hintergund keinesfalls nur eine Schmuckfunktion ist, sondern einen sehr konkreten Praxisbezug hat. Bei den meisten Alltagssituationen, in denen die Zeit eine wichtige Bedeutung hat, ist es weniger eine Frage von wenigen Augenblicken als von Stunde und Minute.

Dennoch ist die besonders präzise Verarbeitung ein wesentliches Gütemerkmal von Uhren, denn selbst Ratenabweichungen von nur wenigen Augenblicken pro Tag können sich auf Dauer zu wenigen Augenblicken addieren und zunehmend die Genauigkeit der Uhrzeit anzeige beeinflussen. Jahrhunderts so genannte Chronometer-Prüfungen eingerichtet, die größtenteils zunächst von Sternwarten vorgenommen wurden, um die Genauigkeitsprüfung und Zertifizierung durch einen neutralen Dritten durchführen zu können.

So wurden bis zur Erfindung der Uhren vor allem Marschchronometer einer solchen Überprüfung unterworfen. Es handelt sich um Uhren für die Schifffahrt, deren Genauigkeit besonders hohen Ansprüchen gerecht werden musste. Heutzutage wird der Begriff "Chronometer" aber auch für Uhren benutzt, sofern sie die jeweiligen Testkriterien einhalten. Aber es gibt auch Hersteller wie IWC, Breguet und einige andere, die nicht testen, obwohl ihre Erzeugnisse die Testkriterien entsprechen würden.

Entgegen dem Namen ist dies keine "offizielle" Prüfungsstelle im Sinn einer öffentlichen Einrichtung, sondern ein schweizerischer Rechtsverein, der von fünf Kanton (Bern, Genf, Neuenburg, Solothurn, Waadt) zusammen mit dem Fachverband der Uhrmacherei unterstützt wird, aber generell als Prüfungszentrum gilt.

Der Grenzwert für die mechanischen Uhren entspricht dem des COSC in der Schweiz für seine Chronometerprüfungen, während die Kritierien für Quarz-Uhren leicht variieren. Ein vollständiger Überblick über das Prüfverfahren würde an dieser Stellen zu weit gehen, aber einige Informationen über die Prüfdauer, das Verfahren und ausgewählte zulässige Grenzwerte geben bereits einen Eindruck davon, welchen Ansprüchen Uhren und Werke genügen müssen, um das begehrte COSC-Zertifikat zu erlangen und den repräsentativen Verweis darauf auf dem Ziffernblatt anzeigen zu dürfen.

Der komplette Testprozess für mechanische Modelle dauert 15 Tage, für Quarz-Uhren sind es noch elf Tage. Für Uhren mit manuellem Aufzug oder automatischem Uhrwerk werden die Ratenabweichungen in fünf Positionen bei drei verschiedenen Temperaturwerten bestimmt. Für Bewegungen mit einem Diameter von mehr als 20 mm darf die durchschnittliche Abweichung der Tagesrate zwei s nicht überschreiten; für kleinere Bewegungen darf sie 3,4 s pro Tag nicht überschreiten.

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