Reinhold Messner Everest

Wiederhold Messner Everest

Messerschmied Es macht mir nichts aus, Everest ist als Ziel zu verkaufen. Wiederhold Messner über Spitzen-Samt und die richtige Kleidung für den Mount Everest. Der Bergsteiger Reinhold Messner ist einer der berühmtesten Bergsteiger der Welt. Mit Sauerstoff und allein auf dem Mount Everest. Der Südtiroler Bergsteigerlegende Reinhold Messner sagt, die Katastrophe am Mount Everest sei "irgendwie vorhersehbar" gewesen.

Wiederhold Messner: Mount Everest Legende

Auch der Himalaya ist Teil davon. Messner: Als ich noch ein jugendlicher Kletterer und kein Kletterer im eigentlichen Sinne war, war der Himalaya weit weg und für mich absolut unbeachtlich. Nur als die wirklich hochgelegenen Gebirge in den Mittelpunkt kamen, wurde mir der Namen immer wichtiger. Beim Kennenlernen des Himalaya habe ich gesehen, dass diese Gegend viel vielfältiger ist als die Alpenkette, auch in Bezug auf Kultur und Bevölkerung.

Der Himalaya ist für mich kein Sammelbegriff mehr, ich betrachte ihn mit vielen verschiedenen Gesichtern, Plätzen, Menschen und Zuständen. Fährst du heute noch in den Himalaya? Als neue Wege zu den Gipfeln entdeckt werden, lausche ich aufmerksam. Doch ich würde nie die Schande machen, den Everest im Alter von 65 Jahren mit einem Luftsauerstoffgerät inmitten von Hunderten von Urlaubern zu besteigen.

Sie sorgten dafür, dass die Menschen ohne Mühe und Gefahr in die Bergwelt gelangen und das Skilaufen genießen konnten. Dasselbe geschah im alpinen Bereich, bis zum Mount Everest. Keine echten Bergsteiger mehr? Die Kletterei vieler Menschen ist besser als zuvor, Technologie, Ausbildung, Ausstattung sind leistungsfähiger geworden. Bei Everest sind heute im Jahr 2000 3000 Menschen auf dem Weg, 300 bis 500 erreichen den Berg.

Einige Menschen werden dort hinaufgezogen, die noch nie zuvor einen Hügel alleine bestiegen haben. Auf dem Everestgipfel können Sie heute Ihr Mobiltelefon benutzen, spezielle Hubschrauber sollen bis zu 9000 m hoch steigen, Bergungsarbeiten sind bis zu 7000 m möglich. Jede Person kann selbst bestimmen, ob und wie sie die Berghänge hinaufgeht.

Du kannst heute nicht zum Everest gehen und behaupten, dass ich eine große Tat getan habe oder sogar so etwas wie Hillary. Zum Beispiel. Mit dem Klettern im eigentlichen Sinne hat es überhaupt nichts zu tun. Für das Klettern hatte ich drei Regeln: keinen zusätzl. Luftsauerstoff, keine Haken, die in den Felsen gesteckt werden mussten, und keine Kontakt.

Klettern heißt Risiko eingehen, es birgt immer die Gefahr des Untergangs. Bei Everest wird dies heute auf ein Mindestmaß beschränkt. Die 99% der Menschen, die dort hochgehen, würden ohne die entsprechende Ausstattung nicht einmal wegmarschieren. Wie lange warst du das erste Mal im Everest Base Camp? In welchem Fall? Menschen verbrauchen den Gebirge, du bezahlst und du forderst einen Service.

"Ist kommerzielles Klettern nicht eine ganz normale Sache? Everest ist die höchstgelegene Stufe, die wir auf der Welt haben. Deshalb sind alle Abenteuerlustigen, die Verrückten, die Ambitionierten, die Messner dorthin gegangen. Wer etwas auf dem Everest aufführt, wird viel Aufmerksamkeit erregen, nur der Begriff "Everest" steht für mediales Interesse, Ansehen und Aufmerksamkeit.

Die Bergsteigerei steht heute als Zeichen für die Entfaltung der Menschen, für ihre Selbstüberschätzung. Nach der technologischen Revolution ist er der Meinung, dass er alles gemeistert hat, auch die Gebirge. Die Menschen haben kein Vergnügen an mir. Allerdings würde ich selbst nie die Verantwortlichkeit dafür auf sich nehmen, andere Menschen zu diesen Gipfeln zu bringen.

Die Tatsache, dass die Anzahl der Ausflüge auf diese Weise gestiegen ist, ist auch auf die Wahrnehmungsfähigkeit der Gebirge zurückzuführen. Als ich jedes Jahr in der Tageszeitung las, dass so viele hundert Menschen wieder zum Everest gefahren sind, darunter auch Einbeiner und Armelose, als man las, dass es Menschen gibt, die Snowboard fahren und mit Gleitschirmen umherfliegen.... dann ist das eine Trivialisierung des Berges.

Doch als die Menschen lasen, dass ein Blindenmann den Everest bestiegen hat, wird der Gipfel von Laie zu einem Abhang abgebaut. Viele denken: "Das kann ich auch." Wurden die Gebirge im Himalaya dadurch bereits beschädigt? Was würdest du tun, wenn du dich für den Everest entscheidest?

Dabei würde ich den Everest als letzen Erlebnisraum, als ungenannte Wüste zu bewahren anstreben. Das war früher der Anlass, warum die Menschen überhaupt auf die Höhe gestiegen sind. Es gibt noch Orte im Himalaya, an denen Sie das wahre Erlebnis vorfinden? Besonders im Ostteil gibt es viele unbesteigerte, schlecht erreichbare Gebirge, sechstausend, siebentausend.

Die meisten der kleinen Bergfreaks suchen sich einige dieser Berggipfel aus und bemühen sich, sie zu erklimmen, ohne es zu melden. Weshalb erklimmen Menschen Berghänge? Die Bergsteigerei ist ein vom Tode hervorgerufenes Leben", sagte er. Hochtouren im klassischem Sinn sind keine lebensgefährlichen Bergsteigungen. Aber wenn ich nicht getötet werden kann, ist das Klettern keine Hexerei.

Es ist im Grunde genommen nicht interessant, ob man auf einem Gipfeltreffen gestanden hat oder nicht. Es steht jedem frei zu bestimmen, wie er mit dieser Problematik umzugehen hat. Klettern wird nie aus Idealen heraus betrieben. Gegen 16 Uhr habe ich allein den Everest erreicht. Manche Alpinisten bezeichnen das Hochgebirge als das wohl attraktivste Gräberfeld der Welt.

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