Waffengesetz Klingenlänge

Waffenschein Klingenlänge

ist beidseitig geschliffen, unabhängig von der Klingenlänge. Das Waffengesetz verbietet nun auch Vorderende-Repeater-Schrotflinten. Welche Überlegungen sind im Hinblick auf das Waffengesetz für Wurfmesser anzustellen? Blade (OTF), ohne Einschränkung der maximalen Klingenlänge oder -breite erlaubt. Durch Initiative sind Messer Werkzeuge - Rechtslage: Waffenrecht und Messer.

Waffensteuergesetz (WaffG) in Deutschland| Schwerter & mehr

Bei der aktuellen Novelle des Waffengesetzes geht es ausschließlich um das leicht zugängliche Mitführen in der Bevölkerung. Die Anschaffung und der Besitzer der betreffenden Messern bleibt völlig rechtmäßig. Ganz bewußt werden die Taschenmesser nicht als Waffen klassifiziert, "weil sie auch praktische Gegenstände des täglichen Gebrauchs sind" (Begründung im Gesetzestext) und oft gefragte Lifestyle-Accessoires und Sammlerstücke sind.

Die " Führung " der im Artikel erwähnten Klingen bedeutet ganz praktisch " Verschleißklingen am zugriffsbereiten Gehäuse ". Die neue Regelung gilt nicht für die Lagerung in einem Behälter wie einer Tüte oder in einem Autohandschuhfach.

Hier geht es um den so genannte sozial angemessenen Umgang mit dem Messer, sei es aus beruflicher Sicht oder bei der Hobby- oder Freizeitgestaltung, wie es bei Spaziergängern, Spähern, Camper, Angelsportlern, Jägern, Motorrädern, Bikern, Moutainbikern, Eishockeysammlern, etc. der Fall ist. Sogar die übliche, persönliche Nutzung und die damit einhergehende Führung bei einem Rendezvous oder auch zur Soiree in einem eigenen Garten wird auch in den kommenden Jahren ohne Einschränkungen möglich sein.

Nach eigenen Angaben geht es den Veranwortlichen der Rechtsänderung nur darum, bei Bedarf über ein Mittel zur Intervention und Beschlagnahme gegenüber Risiko-Zielgruppen zu verfügen. Auch in diesem Falle bleibt es eine reine Verwaltungsübertretung und in keinem Falle eine Straftat.

Schnittmesser mit zu langem Blatt

Unser Kunde hatte im Sommer 2016 ein Prozessmesser mit einer Klingenlänge von ca. 9 cm an einem Messestand auf dem Gießener Flohmarkt zum Verkauf angeboten. Dieses und drei weitere Messer mit einer Klingenlänge von jeweils ca. 9 cm, die genehmigungspflichtig sind, hatte er selbst vorher zusammen mit anderen Gegenständen in einer Box von einem anderen Flohmarktteilnehmer gekauft.

Auf seinem Ständer lag eines der Messer, während die anderen Messer in der Box in seinem Auto lagen. Unser Kunde wurde dann von zivilen Zollbeamten besucht, die das Messer bemerkten und es anschließend einer genaueren Inspektion unterwarfen. Bei der Feststellung, dass dies ein Verstoß gegen das Waffengesetz sein könnte, wurde auch das Fahrzeug unseres Kunden durchsucht und die drei anderen Messer sichergestellt.

Das Verhalten unseres Kunden war nach § 52 Abs. 3 Nr. 1 in Verbindung mit § 52 Abs. 3 BGB strafbar. Eine vorsätzliche Straftat ist mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder einer Geldstrafe bedroht; eine fahrlässige Straftat ist mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder einer Geldstrafe bedroht. Welche Leistungen können wir für unseren Kunden erbringen?

Zunächst wurde gegen unseren Mandanten ein Bußgeldbescheid erlassen, in dem ein Bußgeld von 90 Tagessätzen von je 20,00 EUR (= 1800,00 EUR) festgesetzt wurde. Wir haben gegen diesen Straferlass Berufung eingelegt, so dass es zu einer Hauptverhandlung vor dem zuständigen Landgericht Gießen kam. Wir haben im Verlauf des Verfahrens unter anderem ein Beweisverbot für die drei im Auto unseres Kunden gefundenen Messer verhängt, da das Fahrzeug unseres Kunden ohne seine Erlaubnis und ohne gerichtlichen Durchsuchungsbefehl von Zollbeamten durchsucht wurde.

Schließlich wurde unser Kunde vom Landgericht Gießen wegen fahrlässiger Verletzung des Waffengesetzes für schuldig befunden und eine Geldstrafe von 30 Tagessätzen in Höhe von 25,00 ? (= 750,00 ?) verhängt. An diesem Tag konnten wir für unseren Mandanten sicherstellen, dass das Verfahren nach 153a Abs. 2 SPO gegen Zahlung einer Geldstrafe von 400,00 ? (d.h. 100,00 ? pro Messer) eingestellt wurde.

So konnten wir die im Strafbefehl festgelegte Geldbuße von insgesamt 1800,00 ? deutlich reduzieren. Sie haben einen Strafbefehl erhalten und sich gefragt, ob es sich lohnen könnte, dagegen Berufung einzulegen?

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